Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen

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SVE / Feuerwehrpeers

Jeder kann betroffen sein! Stressverarbeitung nach belastenden Einsätzen – ein Angebot für alle Feuerwehrmitglieder!

Mache Ereignisse können die Helfer belasten und zu Veränderungen führen. Das ist eine natürliche Reaktion des Körpers auf eine außergewöhnliche Situation. Die Erlebnisse müssen aufgearbeitet werden. Falls dieser Einsatz und mögliche Veränderungen den oder die Betroffenen sehr belasten bzw. über einen längeren Zeitraum andauern, kann mit dem Team der Feuerwehr-Peers Kontakt aufgenommen werden. Veränderungen können sein, dass Du:

Zuerst müssen die verletzen Personen betreut werden, anschließend oft auch die Einsatzkräfte.
  • immerzu an das Erlebte denkst
  • in der Nacht wieder und wieder davon träumst
  • wenn Du die Augen schließt, Bilder vom Einsatz vor Dir siehst
  • das Gefühl hast, derzeit keinen Dienst machen zu können und/oder Dienste absagst
  • bewusst oder unbewusst Umwege fährst, um nicht an der Einsatzstelle vorbeikommen zu müssen
  • in der Nacht nicht oder nur sehr schlecht schlafen kannst
  • Deine Essgewohnheiten verändert hast
  • seit dem Einsatz (vermehrt) rauchst
  • merkst, dass Du aggressiv geworden bist
  • vermehrt den Kontakt mit anderen Mitmenschen/Kollegen meidest.


Dagegen kann man selbst sehr einfache Maßnahmen ergreifen:

  • sich selbst etwas Gutes tun
  • entspannen (z.B. Joga, Entspannungsübungen,...)
  • tun, was man am liebsten machst (horche Musik, geh ins Kino,...)
  • Ausgleichssport
  • uvm.


Feuerwehrpeers sind speziell ausgebildete Kräfte zur psychologischen Erst(!)-Betreuung von Feuerwehrmitgliedern nach belastenden Ereignissen (Tote, Schwerverletzte, Hysterie, Gewalt, Miterleben von großem Leid ...).

Als Peer (englisch: gleichrangig, ein „Gleicher unter Gleichen“) werden Funktionen in Einsatzorganisationen bezeichnet, die Einsatzkräften nach psychisch belastenden Einsätzen helfen, diese Ereignisse oder den Stress leichter zu bewältigen. Ein Peer ist immer jemand mit entsprechender Einsatzerfahrung(!), um durch die gleiche Basis einen Zugang zu schaffen. Ein externer(!) Therapeut oder Psychologe – also einer, der kein Feuerwehrkamerad ist – ist kein Peer!

In Rettungsdiensten, Rettungshundestaffeln, Feuerwehren, THW und bei anderen Hilfsorganisationen (auch beim Militär) gibt es Peers seit Anfang der der 80er Jahre. Hat man zuerst in der Notfallseelsorge nur den Opfern bei schweren Ereignissen auch psychologisch geholfen, so bietet man jetzt diese Hilfe auch den Helfern an. So stehen Einsatzkräfte durch eine professionelle Ausbildung (!) rationaler zu negativen Ereignissen als „Laien", doch können sich gerade bei Profis auch schwere Folgen einstellen. Da die Helfer keine Maschinen sind, haben diese oft nach belastenden Einsätzen lange damit zu kämpfen, die Eindrücke psychisch zu verarbeiten.

Peers in der Feuerwehr sind neben den o.g. speziell geschulten Kameradinnen und Kameraden natürlich auch die Feuerwehrkuraten – insbesondere dann, wenn sie nicht nur als „Zeremonienmeister“ bei Fahrzeugsegnungen und Feldmessen fungieren, sondern (eben als „Gleiche unter Gleichen“) auch an den Einsätzen teilnehmen.

Die Anforderung von Feuerwehr-Peers erfolgt durch Einsatzleiter oder Kommandanten über die Landeswarnzentrale bzw. die Bezirksalarmzentralen. Es entstehen keine Kosten! Ein Peer ist auch in Deiner Nähe! Frag´mal nach und lerne den Peer in Deiner Nähe schon vor dem belastenden Einsatz kennen!


SvE-Dienst des Landesfeuerwehrverbandes Niederösterreich

Alarmierungsnummer : +43 2272 9005 17374

Name der Alarmierungszentrale : Landeswarnzentrale Niederösterreich

Einsatzgebiet : Niederösterreich

Anzahl der Teammitglieder : 27 (Stand November 2003)

Einsatzkriterien : Organisation, Erreichbarkeit und Alarmierung sind in der Dienstanweisung 5.6.9 des Landesfeuerwehrverbandes Niederösterreich geregelt.

Leitbild : Zur Stressverarbeitung nach belastenden Ereignissen (SvE) werden für die Betreuung von Feuerwehreinsatzkräften Feuerwehrpeers ausgebildet. Diese sind erste Ansprechpartner für Feuerwehrmitglieder nach belastenden Einsätzen und sollten angefordert werden, sofern dies die betroffenen Feuerwehrmitglieder wünschen – „Helfer für Helfer“. Sie können eventuell notwendige nächste Schritte einleiten, sind aber keine "Ersatzpsychologen". Die Gespräche sind ein Angebot an die Feuerwehrleute.

Trägerorganisation : Landesfeuerwehrverband Niederösterreich

Ansprechpartner :

LFKUR Mag. P. Stephan Holpfer OSB: Tel.: +43 676 6159930 stephan@stiftmelk.at

FKUR Mag. Peter Bösendorfer Tel.: +43 676 9502375 amstetten.st.stefan@utanet.at

Adresse : Landesfeuerwehrkommando NÖ Minoritenplatz 1 3430 Tulln Email : julia.marx@noel.gv.at (Sachbearbeiter)

SvE-Dienst Tirol

Dank Gabriel Christandl hier nun die Ansprechpartner für das Bundesland Tirol (Die Abkürzungen zwischen Name und Telefon sind die pol. Bezirke):

Marius ROZE IL 0699-10142685 05225-64285

Paul WURZER IL 0699-11747132

Robert KAUFMANN IL 0664-5361299

Benjamin SCHWETZ IM 0650-6064490 05412-63333

Georg SCHÖPF IM 0664-2709005 0699-17622716

Martin GSTREIN IM 0699-16119986

Christian HACKSTEINER KB 0664-5050512

Günther HUBER KB 0664-4005588

Johann SIMONINI KU 05333-6355 0664-8251903

Roland GORBEL KU 0664-1252028

Karl STEINER LZ 0676-848677104 04877-5137

Camillo GIRSTMAIR LZ 0664-6295426 04852-64764

Markus PFEFFERKORN RE 0664-5312522

Stefan SCHEUCHER RE 0676-5198303

Wolfgang SCHEUCHER RE 0676-88344185

Thomas FANKHAUSER SZ 0676-3360309

Christoph EGGER SZ 0676-89442955

Weitere Informationen und Quellen

Hinweis: Gerne würden wir die Ansprechpartner der anderen Bundeländer auch hinzufügen! Wer diesbezüglich Informationen hat möge diese bitte an wax-wissen (at) wax.at schicken! Danke!


Erstellt von: "spusch", "franz122" und orpheo 2005

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