Schläuche

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Im Feuerwehrdienst werden zur Förderung von Wasser sowie wässrigen Löschmittel Schläuche in den verschiedensten Dimensionen eingesetzt. Diese Seite stellt die wichtigsten Schlauchtypen vor.

Inhaltsverzeichnis

Allgemeines

Das bei den Feuerwehren in Mitteleuropa gebräuchliche Kupplungssystem nennt sich "Storz". Abweichungen davon sind einerseits nicht erlaubt andererseits auch sehr nachteilig, da so ein Zusammenarbeiten mehrerer Feuerwehren im Einsatz garnicht möglich wäre.

Die wesentlichsten Typen werden dabei mit Buchstaben nach dem Alphabet bezeichnet. Allgemein: je weiter vorne im Alphabet der Buchstabe ist, desto größer ist der Schlauchdurchmesser.

Außerdem wird zwischen Druckschläuchen und Saugschläuchen unterschieden. Druckschläuche sind dafür ausgelegt nicht zu EXplodieren (Platzen durch Überdruck), Saugschläuche sind dagegen gegen IMplodieren (Platzen durch Unterdruck) geschützt. Wird ein Saugschlauch mit Druck belastet besteht hohes Risiko, dass dieser platzt!

Druckschläuche sind üblicherweise aus einer Kunststofffaser gefertigt, können aber auch aus mehr oder weniger dicken Gummischichten bestehen, was die Schläuche besser gegen mechanische Einflüsse schützt, sie aber auch schwerer macht.

Druckschläuche werden doppelt gerollt und mit Schauchträger gesichert in den Fahrzeugen aufbewahrt. Zum Sichern eines Schlauches gegen Abrutschen an Stiegenhäusern, Balkonen, etc. dient der Schlauchalter.

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Schlauchträger


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Schlauchhalter


Sollte in der Schlauchleitung im Betrieb ein Leck auftreten und kann der Schlauch nicht rasch ersetzt werden, so kann das Loch bis zu einer gewissen Größe mittels "Schlauchbinde" wieder einigermaßen dicht gemacht werden. Schlauchbinden gibt es nur pro Schlauchdimension, was bedeutet, dass für jeden Druckschlauchdurchmesser in der eigenen Wehr entsprechende Schlauchbinden bereit gehalten werden sollten.

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Schlauchbinden


A

Druckschlauch:

A-Druckschläuche besitzen einen Durchmesser von 110mm und üblicherweise eine Länge von 20m. Derartige Schläuche werden benutzt um große Wassermengen transportieren zu können. Anspeisungen von Wasserwerfer verfügen über einen A-Anschluss, werden aber üblicherweise per Sammelstück von 2 B-Druckchläuchen gespeist.

Auch gibt es einige Typen von Unterwasserpumpen, welche zur Abfuhr des geförderten Wassers einen A-Druckschlauch benötigen. Teilweise (bei Schmutzwasserpumpen) lassen sich diese Schläuche nicht durch B-Druckschläuche ersetzen (Durchmesser wird benötigt).


Saugschlauch:

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A-Saugschläuche sind in so gut wie jeder Feuerwehr vorhanden und das Standardschlauchmaterial zur Speisung aller Feuerlöschpumpen. Deren Durchmesser beträgt ebenfalls 110mm (selten auch 125mm), die Länge kann jedoch verschieden sein - von 1,5m bis 2,5m gibt es mehrere Abstufungen.

B

Druckschlauch:

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B-Druckschläuche besitzen einen Durchmesser von 75mm und üblicherweise eine Länge von 20m. Im gefüllten Zustand enthält der Schlauch eine Menge von ca. 100l Wasser. Der B-Druckschlauch ist der "Klassiker" für die Löschwasserförderung über längere Strecken sowie für Zubring- und Versorgungsleitungen. Kurze B-Schläuche bis 5m werden in TLF als "Füllleitungen" zur Verbindung mit nahen Hydranten oder Versorgungsverteilern genutzt.


Unterwasser- und Schmutzwasserpumpen sind außerdem für gewöhnlich mit B-Anschluss ausgerüstet.


Mittels B-Strahlrohr kann der B-Druckschlauch auch als Löschleitung eingesetzt werden.


Saugschlauch:

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B-Saugschläuche kommen nur noch selten bei kleineren Tragkraftspritzen und einigen Schmutzwasserpumpen vor. Ihr Länge orientiert sich an den A-Saugschläuchen.

C

Druckschlauch:

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C-Druckschläuche besitzen einen Durchmesser von 52mm oder 42mm und üblicherweise eine Länge von 15m. Im gefüllten Zustand enthält der Schlauch ca. 35l Wasser. C-Druckschläuche stellen standardmäßig DAS Mittel der Wahl für den Löschangriff bei Brandeinsätzen dar.


Einige Typen von Unterwasserpumpen und Nasssauggeräten benötigen einen C-Druckschlauch zur Wasserableitung.


Saugschlauch:

C-Saugschläuche werden im Feuerwehrdienst nicht verwendet.

D

Druckschlauch:

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D-Druckschläuche besitzen einen Durchmesser von 25mm und üblicherweise eine Länge von 2-15m. Der D-Druckschlauch ist bekannt für seine Verwendung bei Kübelspritzen, wird aber auch gerne als Löschleitung bei Waldbränden (geringes Gewicht) und zum wassersparenden Durchführen von Nachlöscharbeiten genutzt. Vereinzelt werden auch Schnellangriffseinrichtungen (z.B. Schaumangriff RLF Grafenwörth) mit D-Druckschläuchen betrieben.


Saugschlauch:

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Der D-Saugschlauch in der Länge bis 1m liegt jedem Z-Zumischer bei und dient dem Ansaugen von Schaummittel durch das Injektorprinzip.

HD

Druckschlauch:

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HD-Druckschläuche besitzen einen Durchmesser von 38mm (formstabil zwischen 19 und 28mm) und üblicherweise eine Länge von 15m. Die HD-Druckschläuche werden genutzt um die HD-Haspel eines TLF verlängern bzw. einen zweiten HD-Löschangriff vom TLF aus entwickeln zu können. Dabei gilt es zu beachten, dass der Druckverlust in HD-Schläuchen aufgrund der erhöhten Reibung mit jeder Verlängerung stark ansteigt!


Saugschlauch:

Saugschläuche in Bauform HD sind technisch nicht möglich.

Formstabile Schläuche

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So gut wie alle Typen von Schläuchen sind auch in formstabiler Ausführung zu bekommen. Dabei wird in einen gummierten Schlauch ein Drahtgeflecht eingewoben, damit dieser seine runde Form behält und so auf einer Haspel ohne vollständiges Abwickeln betrieben werden kann.

Sonderformen

Vor allem im Bereich des Sonderdienstes "Schadstoff" gibt es noch weitere verschiedene Schlaucharten und -typen mit den in der Industrie üblichen Kupplungsystemen.


Auch die formstabilen Schläuche von Hochdrucklöschanlangen (nicht mit den HD-Schläuchen zu verwechseln!) stellen eine Sonderbauart von Feuerwehrschläuchen dar, haben aber im Bereich der Löschwasserförderung durch ihre minimale Durchmesser und fehlende Verlängerbarkeit keine Bedeutung.

(c)"wehrbaer"

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