144 Notruf NÖ

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Inhaltsverzeichnis

Aufgaben

Ein Standort von 144 Notruf Niederösterreich.

144 Notruf NÖ koordiniert Notarzt- und Rettungseinsätze, sowie Krankentransporte in Niederösterreich


Hauptaufgaben sind

• Entgegennahme

• Beurteilung

• Abarbeitung

• Umsetzung

• Übergabe


von:

• Krankentransportanforderungen

• Rettungsdienstanforderungen

• Notarztanforderungen jeglicher Art

• Rufhilfeanforderungen (Altennotruf)

• Anforderungen aus dem Gesundheits- und Sozialdienstbereich

• Ärztedienstvermittlung

• Errichtung und Betreuung einer Hotline bei Großunfällen und Katastrophen

• Informationsschiene für die Bevölkerung (Blutspenden, Kurse, ...)

Ein Standort von 144 Notruf Niederösterreich.

sowie Zusammenarbeit und Leitstellentätigkeit für:

• Bergrettung

• Wasserrettung

• Höhlenrettung

• Rettungshunde NÖ

• Johanniter Unfall Hilfe NÖ

• Ärztekammer

• Psychosoziales Akutteam NÖ

• Ökumenische Notfallseelsorge

Wer wir sind

Gesellschafter:

• Land Niederösterreich

• Österreichisches Rotes Kreuz, Landesverband NÖ

• Arbeitersamariterbund Niederösterreich

• Christophorus Flugrettungsverein des ÖAMTC


Geschäftsführer:

• Ing. Christof Constantin Chwojka

• Mag. (FH) Thomas Pöchacker

Als gemeinnützige Ges.m.b.H. ist 144 Notruf NÖ nicht gewinnorientiert.

Calltaker-Arbeitsplätze.

Mitarbeiter

• Auswahlverfahren

• 6-8 Monate Ausbildung bis zur Ausbildungsstufe EMD (Notrufberechtigung)

• Disponent: mind. Rettungssanitäterausbildung gemäß Sanitätergesetz samt Einsatzpraxis sowie weitere 6-9 Monate Ausbildung

• Verpflichtende Fortbildung (8h / alle 3 Monate)


Qualitätsmanagement

• Laufende Bewertung der Telefongespräche

• Überwachung des Koordination

• Feedbackgespräche mit Mitarbeiter

Disponenten-Arbeitsplatz.

Zahlen/Daten/Fakten

204 betreute Dienststellen

815 betreute Einsatzfahrzeuge

40 betreute Notarztmittel


personelle Besetzung der Leitstellen:

• Maximalbesetzung Werktag Tag: 36 Plätze

• Maximalbesetzung mit Callcenter: 60 Plätze (im Katastrophenfall)

• Minimalbesetzung Nacht/WE: 6 Plätze


Betriebsstätten

Tulln, Baden, St. Pölten, Zwettl

127 Mitarbeiter im Vollzeitäquivalent

Werktag – Tag – Starklastzeit

16 Disponenten

19 Calltaker / Emergency Medical Dispatcher

1 Supervisor / Airdispatcher

4 Techniksupport / Dienstaufsicht

Supervisor-Arbeitsplatz.

Nacht / Wochenende - Schwachlastzeit

3 Disponenten

3 Calltaker / Emergency Medical Dispatcher

1 Supervisor / Airdispatcher

2 Techniksupport / Dienstaufsicht


Notrufe 144 (2007) 253.213

Alle Telefonate (2007) 2.154.213

Anrufannahme (1. Läuten – Abheben) 4,3 Sekunden

Annahme – Alarmierung (Notfall) 48 Sekunden

Abwicklungsdauer Notrufe 1:51 Minuten

Gesprächsbeginn - Alarmierungsabschluß 1:58 Minuten

Ausrückezeit (im Mittel) 2:52 Minuten

Eintreffzeit (im Mittel) 10:42 Minuten


Alle Telefonate 1.884.510

Notrufe 144 320.366

Notrufe 140 14.913

Krankentransporthotlines 734.958

NÖ Ärztedienst 141 207.296

Infolines 244.986

Sonstige (Büronummern, …) 361.991


Dispositionen Gesamt 1.066.448

Krankentransporte 669.363

Notfalleinsätze 165.813

Angeleitete Wiederbelebungen 1.383

Telefonische Geburtsanleitungen (davon 6 Entbindungen) 464

Verkehrsunfälle 6.660

Ärztevermittlungen 1.799

Apothekenauskünfte 4.816


Notarztalarmierungen

Internistisch 16.240 54,4%

Neurologisch 3.533 11,8%

Verkehrsunfall 2.455 8,2%

Unfall 2.181 7,3%

Unbekannt 1.443 4,8%

Reanimation 1.199 4,0%

Intoxikationen 881 3,0%

Chirurgisch 763 2,6%

Anforderung d.a. Bundesland 737 2,5%

Gynäkologisch 379 1,3%

Psychiatrisch 35 0,1%

Gesamt 29.846


Davon ÖAMTC Hubschrauber 2.344

Davon bodengebunden (NAW/NEF) 27.502

Entwicklung

Oktober 2001

Eine für das Rote Kreuz und den ASBÖ positiv ausgefallene Analyse des Landes Niederösterreich im Oktober 2001 erachtet eine gänzliche Reorganisation der Leitstellen für „notwendig, da benachbarte Bezirksstellen oft keine Übersicht haben, ob und wie viele Fahrzeuge in der Nähe verfügbar wären.


Jänner 2003

Im Jänner 2003 ist in den entsprechenden Gremien des Roten Kreuzes Niederösterreich der Beschluss gefasst worden, dass es in Hinkunft in Niederösterreich neun Rettungsleitstellen geben soll. Diese werden je nach Bedarf zusätzlich mit den Aufgaben von Kompetenzzentren betraut.


März 2003

Am 5. März 2003 wurde die LEBIG (Leitstellen-Entwicklungs, -betriebs- und -integrationsgesellschaft mbH) offiziell gegründet.


Juli 2003

Auch die mit 1. Juli 2003 in Kraft getretenen gravierend geänderten Abrechnungsmodalitäten mit den Krankenkassen verlangten dringend eine Anpassung der Strukturen im Leitstellenbereich.


November 2003

Ende November 2003 wurden der ASBÖ-Landesverband Niederösterreich und der Christophorus-Flugrettungsverein auch formell Gesellschafter der LEBIG.


Juni 2004

Das digitale Pagernetz SPS Digitalpaging Austria zur Alarmierung geht in Betrieb, das digitale TETRA Sprechfunknetz verzögert sich noch. Experten sind sich einig, dass unter anderem auch aus Redundanz-Gründen die Trennung von Alarmierung und Kommunikation wichtig ist.


Jänner 2007

Die Finanzierung der Rettungsleitstelle steht nun auf einer soliden Basis. Das Land Niederösterreich beteiligt sich mehrheitlich an der LEBIG.


Jänner 2008

Die 2003 eingeleitete Entwicklung, 90 kleinere Leitstellen in Niederösterreich effizient zu bündeln, um Lebensqualität, Sicherheit und Sicherheitsgefühl zu steigern, wurde zu einem etablierten System und wird jetzt mit der Umbenennung des technokratischen Namens LEBIG auf "144 Notruf Niederösterreich" abgeschlossen.



FAQ

Q: Wie läuft ein Notrufgespräch bei „144 Notruf Niederösterreich“ ab?

A: Wir benutzen dafür ein international entwickeltes und seit 30 Jahren anerkanntes Abfrageprotokoll. Nach den wichtigen Einstiegsfragen (Wo, Rückrufnummer, Was, Alter, Bewusstsein, Atmung) erfolgt die Einstufung in eine medizinische Notfallkategorie mit entscheidender Priorität.


Q: Warum wird das gemacht?

A: Das hat zwei wichtige Gründe:

1. Es gibt verschiedenste Rettungsmittel (Krankentransport, Rettung, Notarzt, …)

a. Damit ist sichergestellt, dass gleich das richtige kommt

b. Es gibt 28 Notarztrettungsmittel in Niederösterreich, damit muss man sorgsam umgehen

2. Viele Notfälle können erst durch genaue Fragen entdeckt werden. (z.B. Sturz weil Schlaganfall und nicht nur gestolpert)


Q: Aber verzögert das nicht die Alarmierung?

A: Nein, noch während der Calltaker (Telefonist) mit dem Melder spricht, alarmiert ein weiterer Mitarbeiter (Disponent) den Rettungsdienst und / oder Notarzt – zur selben Zeit! Bei hochzeitkritischen Notfällen liegt die Alarmzeit bei 43 Sekunden nach dem ersten Läuten!


Q: Welche Fragen werden gestellt – kann die ein Laie überhaupt beantworten?

A: Ja, wir fragen nach Notfallleitsymptomen – diese sind einfach zu erkennen (vollkommen wach – ansprechbar? veränderte Hautfarbe? schnelle/langsame Atmung? Bauchschmerzen? Blutet es stark? usw.), dazu braucht man keine medizinischen Vorkenntnisse.


Q: Warum fragt der Leitstellenmitarbeiter nach einem Anfahrtsweg?

A: Dem Helfer am Telefon steht zwar eines der besten Einsatzleitsysteme der Welt zur Verfügung, um den Rettungsdienst 100%ig richtig zu lotsen, gilt hier jedoch besondere Vorsicht.


Q: Warum braucht er eine Rückrufnummer?

A: Es kann die Verbindung abreißen, oder Rückfragen geben.


Q: Warum will er wissen, ob der Anrufer beim Patienten ist?

A: Je näher Sie beim Patienten sind, desto erfolgreicher können Sie ihm helfen.


Q: Warum will er das Alter wissen?

A: Jeder Patient wird gleichwertig behandelt. Aber das Alter kann einen Unterschied machen. So ist ab einem gewissen Alter ein Patient mit Bauch- oder Brustschmerzen als Herzinfarktpatient zu sehen (Männer ab 35, Frauen ab 45 Jahren).


Q: Wie lange dauert es bis zur Alarmierung?

A: Im Durchschnitt liegen wir vom ersten Läuten bis zum Alarm für die Rettungskräfte bei nur eineinhalb Minuten! Das Telefonat ist keine verlorene Zeit. Während Sie die Fragen beantworten und wichtige Informationen geben, informiert ein zweiter Mitarbeiter den Rettungsdienst. In vielen Fällen bleiben wir auch am Telefon und unterstützen den Anrufer. Der Helfer am Telefon wird Sie beim Erkennen einer Gefahr und beim Anwenden der richtigen Ersten Hilfe unterstützen. Er wird Sie nicht alleine lassen.


Q: Welchen Sinn macht das?

A: Wir können jeden Anrufer zum „ausgebildeten“ Ersthelfer machen. So kann einem Verunfallten und Erkrankten schon beim Anruf geholfen werden. Wir bieten medizinische und allgemeine Hinweise, die den Notfallpatienten helfen und den Einsatz vor Ort beschleunigen (Hund wegsperren, Haustüre öffnen, Medikamente herrichten, …). Aber auch die Sicherheit ist ein wichtiger Bestandteil im Telefongespräch – damit der Ersthelfer nicht in Gefahr gerät! Bei Wiederbelebungen, Erstickungsnotfällen und Geburten geben wir Anleitungen zu Sofortmassnahmen, damit die Wartezeit auf den Rettungsdienst keine verlorene Zeit ist – da ist jede Minute kostbar!


Q: Wer entscheidet welches Rettungsmittel entsendet wird?

A: Die grundsätzliche Entscheidung wird von den stützpunktverantwortlichen Notärzten Niederösterreichs und dem Land NÖ vorgegeben, bei welchem Notfall welche Art eines Rettungsmittels (Krankentransport, Rettung, Notarzt) alarmiert wird. Die taktische Entscheidung, welches das oder die schnellsten sind, wird dem Leitstellenmitarbeiter durch den Computer vorgeschlagen. Das muss nicht immer das ortsansässige sein, z.B. wenn die lokale Mannschaft nicht zuhause ist. Es wird immer das schnellste entsendet – egal von welcher Dienststelle. Da ist nur die Zeit ein Entscheidungskriterium. Wir wissen jederzeit wo in Niederösterreich jedes Fahrzeug unterwegs ist.


Q: Warum wird zu einem niedergelassenen Arzt auch immer ein Notarzt entsendet?

A: Ein niedergelassener Arzt wird von uns – wenn er es wünscht – automatisiert mitalarmiert. Er kann aber nicht ein reguläres Notarztmittel ersetzen (Ausrüstung, Erfahrung, Ausbildung). Aber er kann die Zeit bis zum Eintreffen des Notarztes gut überbrücken.


Q: Wann wird der Hubschrauber, wann ein bodengebundenes Notarztmittel bei lebensbedrohlichen Notfällen geschickt?

A: Für diese Entscheidung ist grundsätzlich die schnellste Eintreffzeit ausschlaggebend. Der Notarzt muss so rasch als möglich beim Patienten sein. Auf den ersten 15 Kilometer ist ein Fahrzeug schneller. Alles weiter entfernte ist durch die höhere Geschwindigkeit des Hubschraubers schneller zu erreichen.


Q: Warum ist im Umkreis von 15 km um den Stützpunkt ein Fahrzeug schneller?

A: Ein Hubschrauber hat technisch, organisatorisch und aus Sicherheitsgründen einfach eine längere Startphase und er kann ja nicht vor jedem Haus auf der Strasse parken, sondern muss erst einen geeigneten Landeplatz finden - da ist ein Fahrzeug schneller.


Q: Wie wird entschieden, wann bei einem auf der Notrufnummer 144 gemeldeten Unfall / Notfall die Feuerwehr informiert wird?

A: Zu jedem Alarmcode ist genau definiert ob weitere Hilfsorganisationen (z.B. die Feuerwehr) hinzugerufen werden oder nicht. Im Falle der Feuerwehr verständigt der Disponent die jeweilige zuständige Alarmzentrale der Feuerwehr, welche dann die Alarmierungen innerhalb der Feuerwehr veranlasst.


Kontakt:

144 Notruf NÖ

NOTRUF NÖ GMBH

3100 St. Pölten, Niederösterreichring 2, Haus D

Telefon 0800 144 100

Telefax 01 20660 88000

Email info@144.at


Aktuelle Infos und News unter www.144.at

Erstellt von: orpheo & NOTRUF NÖ GMBH 2010

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