Löschmittelbedarfsberechnung

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Inhaltsverzeichnis

Wurfweite vs. Wurfhöhe vs. Deckungsbreite

- Wurfweite: Die Wurfweite eines Strahlrohres hängt unter anderem vom Betriebsdruck am Rohr ab. Gemessen wird dabei in welcher Entfernung noch garantiert ein gut geschlossener Vollstrahl bzw. ein effektiver Sprühstrahl ankommt.

- Wurfhöhe: Aufgrund der Erdanziehungskraft die mit steigendem Winkel vom Boden immer entscheidender wird, ist die Wurfhöhe eines Rohres markant geringer als dessen Wurfweite

- Deckungsbreite: Unter "Deckungsbreite" wird der Bereich verstanden, der von einem Strahlrohr beherrscht werden kann. Dies ist von der Position des Rohrführers aus gesehen jeweils 1x die Wurfweite nach links und nach rechts. Die Deckungsbreite eines Strahlrohres kann daher einfach mit "2x Wurfweite" berechnet werden.


Wurfweiten und -höhen sind in folgender Tabelle zu finden:Leistungstabelle Strahlrohre

Schaummittelbedarfsberechnung

Grundsätzlich gilt folgende Formel für die Schaummittelbedarfsberechnung:

• Volumen des benötigten Schaummittels (V) / Verschäumungszahl (VZ) = Gesamtmenge des benötigten Schaummittel-Wassergemisches (WSMG)

• Gesamtmenge des benötigten Schaummittel-Wassergemisches (WSMG) * Zumischrate (ZR) = Benötigtes Schaummittel (SM).


V in Liter / VZ = WSMG in Liter

WSMG in Liter * ZR = SM in Liter


Beispiel:


Ein Tank hat ein Volumen (V) von 150m³ (= 150.000l). Der Tank soll komplett mit einem Mittelschaumrohr mit einer Verschäumungszahl (VZ) von 75 geflutet werden bei einer Zumischrate (ZR) von 3%. Gesucht ist die benötigte Menge an Schaummittel (SM).


V in Liter / VZ = WSMG in Liter

150.000l / 75 = 2000l Wasser-Schaummittel-Gemisch


WSMG in Liter * ZR = SM in Liter

2000l * 0,03 = 60l Schaummittel

Wasserbedarfsberechnung

Im Wesentlichen beeinflussen folgende Faktoren den Wasserverbrauch beim Feuerwehreinsatz:

- Anzahl der eingesetzten Strahlrohre

- Art der eignesetzten Strahlrohre (B, C, mit/ohne Mundstück,...)

- Anzahl und Art der verwendeten Schläuche

- Bauart der Pumpe


Den Wasserverbrauch der eingesetzten Strahlrohre kann man einfach an der Leistungstabelle für Strahlrohre ablesen.


Was oftmals keine Berücksichtigung findet ist die Menge an Wasser die von Schläuchen und Pumpen benötigt wird um diese zu füllen! In einem B-Schlauch passen voll befüllt ca. 100l Wasser, in einen C-Schlauch ca. 35l Wasser. Bei formstabilen Haspeln hängt dies stark von Länge und Durchmesser ab - es kann aber auch sein, dass die Haspel permanent geflutet ist und daher zum Füllen des Schlauches kein zusätzliches Wasser benötigt wird.

In Pumpen befinden sich je nach Größe der Pumpenkammer zwischen 50l und 100l Wasser.


Besonders drastisch werden diese Zahlen, wenn man davon ausgeht, von einem KLF-W 500 (Kleinlöschfahrzeug mit Wassertank 500l) einen Standard-Löschangriff mit TS, 2B und 2C zu entwickeln. Alleine für Pumpe (-50l), B-Schläuche (je -100l) und C-Schläuche (je -35l) werden schon insgesamt 320l des 500l fassenden Tanks verbraucht. Somit würden nur 180l zum Löschen verbleiben, was ein C-Rohr mit Mundstück in weniger als 2min verbraucht hat!

Beispiele

<html> <IMG SRC="http://www.13uhr10.org/wiki/images/ma/bsp_deckungsbreite.jpg"> </html>


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<html> <IMG SRC="http://www.13uhr10.org/wiki/images/ma/bsp_loeschzeit.jpg"> </html>


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<html> <IMG SRC="http://www.13uhr10.org/wiki/images/ma/bsp_wassermenge.jpg"> </html>

(c)"wehrbaer"

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