Absichern der Einsatzstelle

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Dem Absichern der Einsatzstelle kommt eine große Bedeutung zu. Durch die richtige Absicherung werden die Einsatzkräfte sowie unbeteiligte Dritte vor den Gefahren, die von einer Einsatzstelle ausgehen geschützt.


Inhaltsverzeichnis

Gefahren

Grundsätzlich werden die vorhandenen Gefahren an der Einsatzstelle nach der 4A-1C-4E-Regel beurteilt.


Bezogen auf Verkehrsunfälle ist die größte Gefahr eine eventuelle Ausbreitung des Einsatzes durch Folgeunfälle. Im schlimmsten Fall trifft der Folgeunfall die Feuerwehreinsatzkräfte oder -fahrzeuge, was durch eine gute Absicherung wesentlich unwahrscheinlicher wird. Die Gründe dafür sind verschieden: Jeder Fahrzeuglenker wird grundsätzlich von einem Feuerwehreinsatz beeinflusst - die Engstelle auf der Straße erfordert ein Ausweichen und ist oft wenig übersichtlich, zusätzlich kommt noch die natürliche Neugier der Menschen hinzu, die die Lenker oft vom Straßenverlauf ablenkt. Besonders gefährlich sind jedoch, auch für die Einsatzkräfte, alkoholisierte Lenker. Bei diesen sind selbst die besten optischen Absicherungen oft wirkungslos, weshalb wo immer möglich zusätzlich eine mechanische Absicherung hergestellt werden sollte.


Bei Einsätzen, die generell an unübersichtlichen Stellen stattfinden reichen dagegen die angegebenen Reichweiten für die Absicherung oft nicht aus. Befindet sich ein Verkehrsunfall etwa hinter einer Hügelkuppe oder einer scharfen Kurve so ist dieser für die nachkommenden Autofahrer oft erst zu spät einsehbar. Im gleichen Maß gilt dies auch für die Absperrung von Schadstoffeinsätzen und Bränden.


Einer sehr gründlichen Absicherung bedürfen Einsatzstellen mit gerissenen Hochspannungsfreileitungen oder Schadstoffen. Besonders bei Schadstoffaustritten entscheidet die richtige Absicherung eventuell über Leben oder Tod. Schadstoffe breiten sich aber nicht nur den Boden entlang (Gefälle!) aus, sondern manchmal auch als Dampfwolke in der Luft, welche bei der Sicherung ebenfalls zu berücksichtigen ist. Ist ein Gas beispielsweise leichter als Luft kann durchaus auch auf der Einsatzstelle höher gelegenen Gebieten eine gefährliche Konzentration auftreten.


Für Brände gilt ähnliches wie für Schadstoffeinsätze. Bedingt durch die Brandlast, Thermik und allgemeine Wetterlage können Brandgase Gebiete abseits der eigentlichen Einsatzstelle kontaminieren. Außerdem kommt es immer wieder vor, dass Geschädigte in Panik versuchen ohne ausreichende Schutzmaßnahmen in das oder zum Brandobjekt zu gelangen.


Aber auch von frei liegenden Gefahrstellen, die erst durch die Feuerwehr geschaffen werden (Schlauchleitungen über Straßen, offene Brunnenschächte, gespannte Stahlseile,...) geht eine Gefahr für Zivilisten und Feuerwehrleute aus.

Konzepte

Verkehrsunfälle

Grundsätzlich gelten auf Verkehrsflächen, abhängig von deren höchster erlaubter Geschwindigkeit drei verschiedene Absicherungsabstände. Diese repräsentieren die Bremswege von Straßenverkehrsfahrzeugen vom Erkennen der Gefahr bis zum Stillstand und sind daher als MINDESTabstände unbedingt einzuhalten!


- Im Ortsgebiet (<50km/h): 50m

- Auf Freilandstraßen (>50km/h bis <100km/h): 150m bis 250m

- Auf Autobahnen (>100km/h): 250m UND 400m


Außerdem wird zwischen einer optischen Absicherung und einer mechanischen Absicherung unterschieden. Eine optische Absicherung stellt eine sichtbare Grenze des Gefahrenbereichs dar und soll dazu dienen Passanten und Einsatzkräften die sicheren Bereiche anzuzeigen und die Gefahr sichtbar zu machen.


Optische Sicherung bei Verkehrsunfall


Eine mechanische Absicherung dagegen schützt die Einsatzkräfte direkt vor Verletzung durch ihre Blockadewirkung. Üblicherweise wird hierzu das (oder die) Einsatzfahrzeug(e) eingesetzt, indem es so positioniert wird, dass es die unmittelbare Einsatzstelle quasi als "Prellbock" sichert. Fährt nun ein Fremdfahrzeug in den Prellbock, so ist das Feuerwehrfahrzeug zwar vermutlich schwer beschädigt, die Einsatzkräfte dahinter aber geschützt.


Nachfolgend sind einige Möglichkeiten dargestellt wie eine Unfallstelle abgesichert werden kann. Diese stellen lediglich eine der vielen Möglichkeiten dar und sind von jeder Feuerwehr nach Bedarf festzulegen. Die grundsätzlichen Abstände lt. Handbuch Grundausbildung des ÖBFV sind aber immer einzuhalten! Ist die Unfallstelle zu groß um den Verkehr vorbeileiten zu können ist die Straße vollständig zu sperren (auf Autobahnen die jeweilige Richtungsfahrbahn). Hierbei sei der Hinweis eingebracht, dass die Feuerwehr jederzeit die Berechtigung hat Verkehrsflächen zu SPERREN. Um den Verkehr an einer Unfallstelle vorbeizuleiten müssen entweder Mitglieder der Exekutive oder entsprechend ausgebildete Personen (in NÖ: Modul "VKR" an der NÖLFWS) eingesetzt werden. Das Sperren einer Straße (sofern lokal keine Ausweichmöglichkeit besteht) ist unverzüglich, ggf. im Wege der zuständigen Alarmzentrale, der Exekutive mitzuteilen.


Konzept AUTOBAHN


Beispiel: Absicherung Autobahn


• RLFA2000: Das Fahrzeug ist möglichst so platziert, dass der Hydraulische Rettungssatz im Geräteraum 1 zur Unfallstelle hin zeigt. Zum Unfallfahrzeug wird ein Abstand von 5-10m gehalten um genug Platz zum Arbeiten zu haben. Absicherung erfolgt durch Blaulicht und zusätzlich Warnblinkanlage.

• Das KRF-B fährt am Pannenstreifen vor den Unfall, so dass der Hydraulische Rettungssatz zur Unfallstelle hin zeigt. Auch dieses Fahrzeug hält einen Abstand von 5-10m zur Unfallstelle ein.

• Das VF bleibt ca. 250m vor dem RLFA2000 am Pannenstreifen stehen. Im Abstand von insgesamt mind. 400m vor dem RLF beginnt die gesamte Absicherung mit einem Faltsignal "Feuerwehr". Vom VF ist auf jeden Fall die Verkehrsleiteinrichtung und die Warnblinkanlage einzuschalten. Die Einstellungen der Verkehrsleiteinrichtungen sind bei Inbetriebnahme zu prüfen und richtig einzustellen.

• Der Zwischenraum zwischen RLFA2000 Grafenwörth und VF Grafenwörth ist mittels Verkehrsleitkegeln zu überbrücken und dient als Sammelplatz für andere Einsatzfahrzeuge

• Bei Eintreffen an der Unfallstelle platziert sich das KF hinter dem RLFA2000 als Prellbock. Rückt das VF nicht nicht aus, übernimmt das KF dessen Aufgabe.


Konzept LANDSTRASSE / ORTSGEBIET:


Beispiel: Absicherung Landstraße


• Auf Landstraßen muss in beide Fahrtrichtungen abgesichert werden.

• Das RLFA2000 hält vor der Unfallstelle und stellt sich längs zur Straße um die rechte Fahrspur vollständig zu blockieren, lässt aber Platz, damit das KRF-B vorbeifahren kann um die ganze Unfallstelle von vorne absichern können.

• Alle Einsatzfahrzeuge halten von der Unfallstelle einen Mindestabstand von 5-10m. Auf diese Weise zeigen außerdem wieder alle Rettungssätze zur Unfallstelle.

• Das VF sichert die Unfallstelle ca. 150m (Landstraße) bzw. 50m (Ortsgebiet) hinter dem RLFA2000 mittels Verkehrsleiteinrichtung ab und stellt wieder eine Verbindung zum RLFA2000 mittels Verkehrsleitkegeln her. Mind 50m vor VF beginnt dann die Sicherung mit einem Faltsignal "Feuerwehr".

• Bei Eintreffen an der Unfallstelle platziert sich das KF hinter dem RLFA2000 oder als Prellbock. Rückt das VF nicht aus, übernimmt das KF dessen Aufgabe.


Brände

Findet der Brand auf einer Verkehrsfläche statt, so ist genauso vorzugehen wie oben unter "Verkehrsunfälle" beschrieben. Bei Bränden von Gebäuden ist zusätzlich darauf zu achten, wohin die Rauchschwaden ziehen oder ob ein Zugang zum Gefahrenbereich von einer anderen Seite aus möglich ist (Tür zu Nachbarwohnung/-haus, Hintereingang, zweite Zufahrt,...). Zusätzlich stellen wie bereits beschrieben Schlauchleitungen über die Straße eine erhebliche Gefahrenquelle dar.


Beispiel: Gefahr durch Schläuche auf Straße


Auch für Objekte, die aus Brandobjekten geborgen werden ist ein Sicherheitsabstand einzuhalten (Gasflaschen z.B.). Erwärmte Gasflaschen sind aus einer sicheren Deckung in maximal möglicher Distanz permanent zu kühlen, bis ein Explodieren der Flasche vollständig ausgeschlossen werden kann. Achtung ist hierbei bei Acetylengasflaschen geboten! Das Gas zersetzt sich bei Erhitzung und kann die Flasche so auch noch mehrere Stunden nach der Hitzebeaufschlagung zum explodieren bringen!


Bei Bränden gilt ebenso wie bei Verkehrsunfällen: Kann der Verkehr nicht einwandfrei vorbeigeleitet werden ist die Straße zu sperren! Besondere Aufmerksamkeit sollte hierbei auch auf die abziehenden Rauchschwaden gelegt werden. Beeinträchtigen diese die Sicht auf einer Straße, so müssen auch für diese Straße Maßnahmen ergriffen werden!


Schadstoffeinsätze

Einsatzstellen, an denen Schadstoffe austreten werden grundsätzlich in 3 Zonen unterteilt:


- Wirkzone

- Gefahrenzone

- sichere Zone


Zonen anhand Falter des NÖLFV


Die Wirkzone ist jenes Gebiet, dass direkt vom Schadstoffaustritt betroffen ist. Bildet sich eine Wolke mit giftigen Dämpfen so gilt auch der Einflussbereich der Wolke als Wirkzone. Dies ist besonders bei Wind zu beachten! In der Wirkzone darf nur mit entsprechender Schutzausrüstung gearbeitet werden (Ausnahme: Menschenrettung darf auch "nur" unter Atemschutz durchgeführt werden).


Die Gefahrenzone ist das Gebiet, dass mind 30m Abstand von jeder Seite der Wirkzone hält. In der Gefahrenzone halten sich nur die direkt beteiligten Einsatzkräfte in der notwendigen Stärke auf. Einsatzleitung sowie Reservekräfte sollten sich unbedingt außerhalb der Gefahrenzone aufhalten. Die Gefahrenzone wird in der Regel optisch gesichert, wobei sich ein Absperrband dafür am besten eignet. Außerdem wird die Gefahrenzone nur an Stellen betreten an denen sich ein Dekontaminationsplatz (Kurz: Deko-Platz) befindet, wo mit entsprechenden Messgeräten die Kontamination der Einsatzkräfte festgestellt wird und diese ggf. dekontaminiert werden. Befinden sich Häuser und/oder Straßen innerhalb der Gefahrenzone so sind die Häuser zu evakuieren bzw. die Straßen zu sperren!


In der sicheren Zone darf sich grundsätzlich jedermann aufhalten. Im Interese der Sicherheit aller Beteiligten sollte die Aufstellung in der sichere Zone aber so gewählt werden, dass sie jederzeit umgesetzt werden kann (z.b. wenn die Windverhältnisse oder die Witterung dies notwendig machen).


Kreuzungen

Im Bereich von Kreuzungen ist die Absicherung besonders sorgfältig und wenn nötig auch in alle Richtungen durchzuführen. Wird eine Kreuzung gesperrt so ist nach Möglichkeit eine Ausweichmöglichkeit freizuhalten (die auch von LKW befahren werden kann) und bei Bedarf der Verkehr auf der Kreuzung durch eine befugte Person (Polizei oder Feuerwehrleute mit Verkehrsreglerausbildung und -befugnis) zu regeln.

Geräte

Warnweste

Warnwesten im Einsatz


Warnwesten erhöhen durch ihre Reflexbestreifung und das hochsichtbare Material aus denen sie gefertigt sind die Sichtbarkeit der Einsatzkräfte und sind daher bei jedem Einsatz auf Verkehrsflächen, wo der Verkehr an der Unfallstelle vorbeifließt bei Tag und bei Nacht empfehlenswert zu tragen.


Warnwesten sind in verschiedenen Farben mit verschiedenen Aufdrucken erhältlich. Mithilfe der verschiedenen Farben und Aufdrucke lassen sich auch leicht Funktionskennzeichnungen wie "Einsatzleiter", "Gruppenkommandant" oder "Leiter ASSPL" realisieren. Eine einheitliche Regelung in einem möglichst großen Gebiet (Unterabschnitt, Abschnitt, Bezirk,...) erleichtert die Zusammenarbeit bei Einsätzen enorm und wäre daher anzustreben. Bei der FF Grafenwörth beispielsweise trägt die Mannschaft orangene Warnwesten. Für den Einsatzleiter liegt in den Fahrzeugen jeweils eine gelbe Weste mit der Aufschrift "Einsatzleiter" bzw. "Einsatzleiter Feuerwehr" bereit, wobei der Feuerwehreinsatzleiter beim Einsatz verschiedenener Feuerwehren oder bei Einsatz gemeinsam mit Roten Kreuz und/oder Polizei auf jeden Fall zu kennzeichnen ist.

Siehe auch: Diskussion im Forum bezgl. Warnwesten im Einsatz

Faltsignal

Beispiel: Faltsignal aufgestellt

Das Faltsignal kann als "Klassiker" für die Absicherung der Einsatzstelle betrachtet werden. Im zusammengefalteten Zustand wird es von einer Plastikhülle umgeben, die ein selbsttätiges Ausklappen z.B. im Fahrzeug verhindert. Um das Faltsignal einsatzbereit zu machen muss lediglich die Hülle entfernt und das Faltsignal mit einem leichten Seitwärtsruck aufgeklappt werden.


Eingesetzt wird das Faltsignal, welches meist die Aufschrift "Feuerwehr" trägt, an der Spitze der Absicherung als Verkehrszeichen "Achtung". Der Standort ist so zu wählen, dass der Verkehr möglichst einwandfrei an dem Signal vorbeifließen kann, aber auch entsprechend gewarnt wird (Sichtfeld von Fahrzeugen beachten!). Im Interesse der Haltbarkeit des Faltsignals ist nach Möglichkeit darauf zu achten, dass das Faltsignal von Fahrzeugen (insbesondere LKW) im Regelverkehr nicht gestreift oder gar überfahren werden kann.


Eingepackt wird das Faltsignal indem man zuerst alle Füße gleichzeitig einklappt und dann die bedruckten Seiten des Faltsignals nach außen ausrichtet (damit keine Falten und Risse durch die eingeklappten Füße entstehen können). Anschließend hat es sich bewährt die bedruckten Seiten in eine Richtung um die Füße zu wickeln und das so hergerichtete Faltsignal in die gleiche Richtung in die Plastikhülle "hineinzuschrauben".

Winkerkelle

Elektrische Winkerkelle


Die Winkerkelle ist ein Werkzeug zur Verkehrsreglung, dass in rein mechanischer aber auch elektrischer Ausführung erhältlich ist. Eine Seite der Winkerkelle zeigt Rot für "Halt", die andere Grün für "Freie Fahrt". Bei neueren Modellen ist oft auch ein Zusatztext wie "Halt Feuerwehr" rund um den färbigen Mittelteil angebracht.


Die elektrische Ausführung ist batteriebetrieben und hat an beiden Seiten einen Kippschalter um die jeweilige Gegenseite einzuschalten. Möchte man also das rote Licht einschalten muss der Schalter auf der grünen Seite gedrückt werden.












Handscheinwerfer und Blitzleuchten

Handscheinwerfer mit Farbaufsatz


Handscheinwerfer können nicht nur direkt an der Einsatzstelle zur Beleuchtung verwendet werden sondern auch die Absicherung der Einsatzstelle wesentlich unterstützen! Zum Beispiel kann ein Handscheinwerfer im Blinkmodus unter ein Faltsignal gestellt werden um dessen Sichtbarkeit bei Nacht zu erhöhen. Für die meisten Handscheinwerfer sind aber auch Aufsätze oder verschiedene Scheiben zur Einfärbung des Lichtes in orange oder rot erhältlich, womit der Handscheinwerfer als eigenständige Sicherung verwendet werden kann. Handscheinwerfer sind in der Regel mit Akkus ausgerüstet und müssen unbedingt geladen bleiben!


Faltsignal mit untergestelltem Handscheinwerfer


Von der Polizei bekannt aber auch bei Feuerwehren immer stärker verbreitet sind die Taschenlampen mit Farbaufsatz. Vorteil dieser Taschenlampen ist die relativ kompakte und leichte Bauform. Nachteil ist, dass nur eine Farbe signalisiert werden kann und die Leuchtstärke mit der eines Handscheinwerfers nicht vergleichbar ist.


Ebenfalls im Feuerwehrdienst verbreitet sind die s.g. "Weitwarnblitzleuchten", die vom Aussehen her an einen Handscheinwerfer erinnern, welcher in zwei Richtungen leuchten kann. Im Regelfall sind diese Leuchten mit Akkus ausgerüstet, besitzen verschiedene Blinkmodi und benötigen keine externe Laufsteuerung (Standard bei Baustellensicherungen). Auch diese Leuchten eignen sich für die Unterstützung der Einsatzstellenabsicherung beispielsweise aufgesteckt auf einem Faltsignal.

Weitwarnblitzleuchte
Weitwarnblitzleuchte aufgesteckt auf einem Faltsignal















Verkehrsleitkegel

Faltbarer Verkehrsleitkegel


Verkehrsleitkegel sind kegelförmige Kunststoffkörper die abwechselnd in orange und reflektierendem Silber quer bestreift sind. Verkehrsleitkegel eigenen sich gut zur optischen Abgrenzung der Einsatzstelle und zur Leitung des Verkehrs. Die Kegel gibt es in vollelastischer Ausfürhung, welche sogar meist ohne Zerstörung des Kegels gefahrlos überfahren werden kann als auch in zusammenlegbarer, steifer Ausführung, welche zwar weit weniger Platz im Feuerwehrfahrzeug beansprucht bei Kontakt mit einem Fahrzeug aber unweigerlich zerstört wird. Zusätzlich sind die faltbaren Verkehrsleitkegel meist noch mit einer batteriebetriebenen Blinkeinrichtung ausgerüstet.














Absperrband

Rolle mit Absperrband


Die Absperrbänder der Feuerwehr sind rot-weiß-rot gestreift und üblicherweise in Rollen a 200m mit einer Breite von etwa 5cm erhältlich. Je nach Modell kann auch ein Aufdruck wie "Feuerwehr" oder "Gefahr" vorhanden sein.


Ein Absperrband hat den Nachteil, dass es irgendwo befestigt werden muss. Befinden sich in der näheren Umgebung des zu sperrenden Bereichs keine geeigneten Objekte, so können s.g. Absperrspieße in die Erde geschlagen werden. An Stellen, wo ein Einschlagen der Spieße nicht möglich ist, können die Spieße mittels "Tellern" erweitert werden, wodurch sie auch auf festen, ebenen Flächen stehen.


Einsatzgebiete für das Absperrband sind beispielsweise das Fernhalten von Schaulustigen, die Sicherung eines Gefahrenbereiches bei Schadstoffaustritt oder die Kennzeichnung von gespannten Seilen (z.B. von Greifzug oder Seilwinde) durch anbringen mehrerer "Mascherl" am gespannten Seil.















Absperrgitter und -pfosten

Absperrung bei Hochwassereinsatz


Absperrgitter sind meist rot-weiß-rot lackiert und sowohl als Holz- als auch als Stahlausführung erhältlich. Im zusammengeklappten Zustand sind Absperrgitter meist von einem Feuerwehrangehörigen leicht zu transportieren. Am Einsatzort wird das Absperrgitter dann abgesetzt und an einem Ende "ausgezogen". Dadurch entsteht eine rautenförmige Straßensperre. Je nach Länge des Gitters können damit eine oder mehrere Fahrbahnen gesperrt werden.


Absperrpfosten sind auch rot-weiß-rot lackiert und eignen sich ebenfalls je nach Länge zur Sperrung einer oder mehrerer Fahrbahnen. Allerdings wird zur Auflage des Pfostens mindestens eine Klappstütze benötigt, da dieser sonst am Boden aufliegt und schlecht gesehen wird.


Je nach Beschaffenheit der Einzelteile können oft ein oder mehrere Hinweisschilder wie "Fahrverbot" udgl. an den Sperren angebracht werden. Verkehrszeichen, die die Vorrangregeln beeinflussen ("Stop", "Vorrang geben", etc.) sollten zuvor unbedingt mit der Polizei abgesprochen werden!


Nachteil beider Absicherungsmaßnahmen ist die relativ schwierige Transportierbarkeit und die sperrigen Abmessungen. Verwendung finden die Absicherungen vor allem bei längen andauernden Straßensperren bei Festumzügen oder Katastrophen.

Schlauchbrücke

Schlauchbrücke aus Gummi

Durch die runde Form eines gefüllten Schlauches ergibt sich eine relativ steile Flanke zur Straße hin, weshalb ein Schlauch beim Überfahren durch ein Fahrzeug ständig gequetscht wird, was nicht nur auf Dauer eine Schwachstelle im Schlauch schafft sondern auch eine kurze Unterbrechung der Wasserversorgung nach sich zieht, was zu Problemen mit der Pumpe führen kann.


Mithilfe einer Schlauchbrücke kann ein Druckschlauch für den Schlauch gefahrlos überfahren werden. Am gebräuchlichsten sind dabei Schlauchbrücken aus Holz oder Gummi, welche zur Aufnahme von mind. zwei B-Schläuchen geeignet sind. Kleinere Schläuche passen natürlich ebenfalls in die Brücken hinein!


Bei der Auflage einer Schlauchbrücke ist darauf zu achten, dass diese möglichst parallel zum Straßenrand liegt und dass die Abstände zwichen den Schlauchbrücken in etwa den Achsabständen von Zivilfahrzeugen entsprechen. Da oft Unsicherheit bezgl. des befahrens einer Schlauchbrücke herrscht und die Abstände für PKW und LKW stets angepasst werden müssen sind Schlauchbrücken UNBEDINGT zu beaufsichtigen. Herannahenden Fahrzeugen ist die Gefahr entsprechend zur Kenntnis zu bringen (aufstellen von Faltsignalen, usw.) und bei Bedarf ein Verlangsamen des Fahrzeuges zu signalisieren.


Verkehrsleiteinrichtung

Verkehrsleiteinrichtung mit Lauflicht

Verkehrsleiteinrichtungen sind fix an Fahrzeugen montierte Warneinrichtungen mit denen an einer Unfallstelle zusätzlich zur Absicherung mittels Faltsignal usw. deutlich Zeichen an nachkommende Lenker gegeben werden können. Verkehrsleiteinrichtungen gibt es in verschiedensten Ausführungen, die drei gängisten davon:


- blinkendes, übergroßes Warndreieck mit Text "Achtung Unfall!" (Autobahnpolizei und einige Feuerwehren)

- Laufpfeile, die die Richtung zum Ausweichen anzeigen (sehr gebräuchlich bei RLF, TLF, usw.)

- Lauflichter, die die Richtung zum Ausweichen anzeigen oder allgemein Gefahr darstellen können (div. Kleinfahrzeuge)


Wehrbaer 10:01, 24. Nov. 2009 (CET)

Persönliche Werkzeuge